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Wenn der Alltag zum erfolgreich(st)en Marketinginstrument wird

28.04.2010 um 13:19

Warum schreibe ich eigentlich so viel Zeug ins Internet, und gebe damit so viel von mir preis? Ein Thema das mich zwangsläufig immer wieder beschäftigt, weil ich ständig darauf angesprochen werde.Well, meine Erklärung dafür variiert, geht aber meistens in folgende Richtung:Ich bin der Meinung, dass die Zeit der “Scheine” zu Ende geht. “Scheine” steht hierbei stellvertrend für alles, was einen Stempel bekommt. Ihr wisst schon, Abi-Zeugnis, Diplom, Ausbildungsschein, Zusatzqualifikation XY an der Abendschule, usw. Ich fand es schon immer etwas albern, dass Menschen Dingen die auf einem Stück Papier stehen, mehr Glauben schenken, als Dingen, die sie wirklich sehen können. Referenzen. Ein Beispiel: Mir kann jemand 27 Auszeichnungen vorlegen, die bescheinigen, dass er oder sie den besten Käsekuchen der Welt backt. Es würde mich vielleicht kurz beeindrucken, aber es ist nichts im Vergleich dazu, von dieser Person einen Teller mit einem Stück ihres Käsekuchens auf den Tisch zu bekommen. Ich bin Fan von Käsekuchen, und ich werde - so es denn der Fall ist - jedem auf der ganzen Welt erzählen, dass ich den besten Käsekuchen der Welt gegessen habe, und: wer ihn gebacken hat. Keine weiteren Fragen, keine Zweifel. Ähnlich verhält es sich damit, dass jemand bei einer Bewerbung seine eigene Persönlichkeit beschreibt. Wie soll das gehen? Teamfähig, immer geduldig, keine Kanten. Ist klar. Zurück zum Bloggen. Ein persönliches Blog kann mir als Betrachter in kürzester Zeit etwas ähnliches bieten. Ich lerne dort den Menschen kennen, indem ich erfahre, welche Musik er mag, was er in seiner Freizeit tut, was er nicht mag, dass er zu viele Schachtelsätze schreibt, seine Offen- oder Verschlossenheit erkenne, und nicht zuletzt: seinen eigenen Output. Seine Referenzen!Mir ist klar, dass das vor allem für Menschen Sinn macht, die in kreativen oder wissensbasierten Arbeitswelten zu hause sind. Aber, um zurück zur Einleitung zu kommen, das ist ja meine Ecke. Deshalb schr

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