Warum Website Redesign Projekte oft scheitern

Der Aufbau einer solchen Website Redesign ist in den meisten Unternehmen ein sehr großes Projekt. Das Ziel, ein solches Projekt durchzuführen ist , danach mehr Produkte des Unternehmens zu verkaufen . Doch in der Realität ist das Scheitern vieler Redesign-Projekte an der Tagesordnung, weil zu überzogene Erwartungen damit verknüpft werden und weil das Projekt betriebswirtschaftlich häufig aus dem Ruder läuft.

Folgende Punkte sind die Hauptursachen, weshalb solche Projekte scheitern:

Eine falsche bis hin zu einer überzogenen Erwartungshaltung

Bevor Du ein solches Projekt online stellst, entsteht häufig eine Erwartungshaltung, die sehr unrealistisch ist. Du operierst mit Zahlen , die mit einer realistischen Einschätzung auch bei einem optimistischem Verlauf nicht erreicht werden können (Meine Einnahmen im Monat sind xxxx €). Wenn Du hier nicht realistische Daten zugrunde legst und von utopischen Zahlen träumst, die sich nicht umsetzen lassen, kannst Du dieses Ziel nicht erreichen.
Wenn Du ein solches Projekt angehst, ist es vernünftiger, nüchtern zu kalkulieren, Dir realistische Ziele zu setzen und besser etwas tief als zu hoch stapeln, um dann nicht von der Realität überrascht zu werden. Hier ist es sinnvoller, in kleinen Schritten sich Ziele zu setzen, diese dann umzusetzen, als gleich zu Beginn alles erreichen zu wollen und dann aufzugeben.

Kein klares und durchdachtes Konzept

Wenn Du kein klares Konzept hast, wird es nichts. Wenn Du aus einer Idee heraus einen Software-Spontankauf durchführst, ohne sich vorher genau zu überlegen, wie diese Idee in Einzelschritten umgesetzt werden kann und was die Software leisten muss, kann es nur schiefgehen. Deshalb ist hier eine reales Konzept Voraussetzung, dass die Fragen Was will ich konkret damit erreichen?; Was von Bedeutung?; Was kommt wohin? Wo ist der rote Faden für den Kunden und wie weiß der Kunden nach wenigen Sekunden, was angeboten wird und worum es geht?; beantwortet.

Eine falsche Finanzplanung

Hier darfst Du auf keinen Fall die anfallenden Grundkosten (Design, Hosting, erforderliche Software, Updategebühr etc.) unterschätzen. Ebenfalls sind die individuellen Zusatzkosten (Sonderanfertigungen, Sonder-Plugins, verschiedene Anpassungen ) zu beachten. Hinzu kommen noch spezifische Zusatzkosten und Zahlungen (Gewinne für Aktionen in den einzelnen Foren auf der Website, eigene Serverkosten etc.). Hier bist Du schnell mit Rechnungen konfrontiert, die das Budget übersteigen.
Deshalb solltest Du unbedingt vor Beginn des Projektes eine grobe Kosten-Vorkalkulation vornehmen und diese laufend überwachen und zusätzlich sollte immer eine finanzielle Reserve für unvorhergesehene Vorfälle vorhanden sein.

Nicht zu unterschätzender Zeitfaktor

Bei einem Online-Projekt ist es wie bei einem eigenen Kind, das gerade nach der Geburt Deine 100%ige Pflege und Aufmerksamkeit erfordert. Die sehr zeitintensive Vorplanungsphase und dann die entsprechende zeitintensive Umsetzung sind häufig nur der Beginn. Ein solches Projekt muss von Dir auch dauerhaft gepflegt werden. Hier muss neben der technischen Funktionsfähigkeit (beispielsweise Updates, Wartung etc.) muss auch das „Innenleben“ mit beobachtet werden. Dazu kommen noch einige administrative Aufgaben für das Teammanagement, die Problembehandlung oder das Marketing.

Erst wenn Du Dir darüber ebenfalls vor dem Projekt im Klaren bist, kann es gelingen und nicht am Zeitfaktor scheitern.

Das Einzelkämpfer-Problem

Bevor Du ein solches Online-Projekt angehst, solltest Du Dich sowohl rational als auch sehr kritisch hinterfragen, wie Du Deine eigenen Fähigkeiten einzuschätzen hast. Solche Fragen, wie „Bin ich technisch/inhaltlich oder administrativ dazu in der Lage, es umzusetzen?“, müssen vor Projektbeginn gestellt werden. Dann solltest Du im Vorfeld die Arbeitslast durchgehen und wenn es notwendig ist, auch eine entsprechende Hilfe von außen holen.

Das einfache Kopien von anderen Online-Projekten („Copy & Paste“)

Hierbei ist es ein großer Fehler, den Du dadurch begehst, einfach einen Großteil aus bereits bestehenden und ähnlichen Online-Projekten zu übernehmen. Dadurch entsteht kein realer Mehrwert. Warum sollte dann das Projekt von Kunden besucht werden, wenn es dies bereits XMal im Internet gibt. Ohne eigene Handschrift, einem individuellen Alleinstellungsmerkmal ist so ein Online-Projekt eines von vielen.

Deshalb solltest Du Dein Online-Projekt nicht dadurch aufbauen, dass Du von anderen bereits bestehenden Projekten eine Vielzahl von Funktionen übernimmst, sondern es so aufbauen, dass hier die Individualität des Projektes zum Ausdruck kommt.

Immer auf einen guten Inhalt achten

Ohne einen guten Inhalt wirkt kein Online-Projekt für den Kunden anziehend, weil er so nicht weiß, warum er dieses Online-Projekt anklicken soll. Hier muss wiederum die Individualität des Projektes durch einen außergewöhnlichen Inhalt, der laufend auf dem aktuellen Stand gehalten wird, die Kunden anziehen.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass der Kunden sieht, dass auch kurzfristig bei den Online-Projekt entsprechende Veränderungen vorgenommen worden sind und er durch diese Veränderungen für sich einen Mehrwert generieren kann.

Keine unfertigen Projekte online gehen lassen

Aufgrund des Zeitmangels neigt man häufig dazu, ein solches Projekt sehr überhastet und zum Teil nur in Teilen fertig online zu schalten. Das ist der falsche Weg. Hierbei sind gerade oft genau die Details, die darüber entscheiden, ob ein Online-Projekt erfolgreich wird oder nicht.

Wenn Du hier den ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten kannst, solltest Du lieber eine Verschiebung der Veröffentlichung in Kauf nehmen und die noch zu lösenden Unfertigkeiten angehen und es komplett fertigstellen.